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Was ist schöner als Fliegen? FOiLEN.

Kaum eine Technik hat den Segelsport in den letzten Jahren so sehr verändert, wie die Entwicklung von Foil-Jollen. Nur wenig erzeugt aber auch mehr Wow-Effekt, als wenn eine Jolle wie von Geisterhand mit dem kompletten Rumpf aus dem Wasser abhebt und regelrecht über das Wasser fliegt. Dabei ist die Technik alles andere als wirklich neu. […]
Was ist schöner als Fliegen? FOiLEN.
Kaum eine Technik hat den Segelsport in den letzten Jahren so sehr verändert, wie die Entwicklung von Foil-Jollen. Nur wenig erzeugt aber auch mehr Wow-Effekt, als wenn eine Jolle wie von Geisterhand mit dem kompletten Rumpf aus dem Wasser abhebt und regelrecht über das Wasser fliegt.

Dabei ist die Technik alles andere als wirklich neu. Bereits 1861 baute der Engländer Thomas William Moy zwei fixe Tragflügel unter eine Schaluppe, die, von Pferden entlang eines Kanals gezogen, komplett aus dem Wasser abgehoben sein soll. Der erste bekannte Einsatz von Hydrofoils auf Segelbooten geht auf das Jahr 1938 zurück. Die Amerikaner Robert Gilruth und Bill Carl bauten sich einen kleinen, 3,65 Meter langen Katamaran mit einer großen v-förmigen Tragfläche an einer Konstruktion unter Wasser. Das Boot konnte bereits bei nur fünf Knoten Wind abheben und erreichte eine Geschwindigkeit von immerhin zwölf Knoten – damals eine Sensation. Mit dem Versuchsträger „Monitor“ ging Gordon Baker Mitte der 1950er Jahre noch einen Schritt weiter. Der Einrumpfer verfügte über seitlich angebaute Leiter-Foils. Den richtigen Durchbruch schaffte diese Art zu segeln dann zu Beginn des 21. Jahrhunderts, als die Moth-Jollen mit Foils ausgestattet wurden.


Wie aber funktioniert das mit dem „Foilen“?
Im Prinzip wie das Fliegen in der Luft. Das Foil ist ein gewölbter Tragflügel unter der Wasseroberfläche, vergleichbar den Flügeln eines Flugzeuges. Aufgrund seiner Wölbung nach oben strömt das Wasser über dem Foil schneller als darunter. Dadurch entsteht ein Sog nach oben, der das Boot ab einer gewissen Geschwindigkeit anhebt, bis der Rumpf vollständig aus dem Wasser kommt. Aufgrund des dann deutlich geringeren Wasserwiderstands können je nach Bootstyp Geschwindigkeiten von 25 bis 50 Knoten bzw. 45 bis 90 km/h erreicht werden.


Auch wenn es leicht und schwerelos aussieht: Foilen erfordert viel Gefühl und Übung. Nur wer fleißig trainiert, ist „ready for take off“ und landet nicht nach jeder Bö gleich wieder im Nass. Das ist nämlich eine der größten Gefahren des Foilens: Bei Unfällen und auch nur beim Verlust der Stabilität bzw. beim abrupten Eintauchen ins Wasser durch Trimm- oder Steuerfehler können aufgrund der hohen Geschwindigkeiten schwere Verletzungen entstehen. Deshalb war das Foilen lange Zeit nur Seglern mit viel Übung vorbehalten. Inzwischen wurden jedoch unterschiedliche Konzepte der Tragflächenkonstruktion entwickelt, die das Foilen „für jedermann / für jederfrau“ ermöglichen.

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